29.5.–9.6.2024 Köln, Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr
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Manuel Gerst
DIE VERWANDLUNG

Im Mittelpunkt dieses Happenings steht ein Käfer. Wie Gregor Samsa in Kafkas gleichnamiger Erzählung wird er auch hier zum Ziel von Aggression und Gewalt. Oder doch nicht? Das Publikum entscheidet selbst, wie weit es gehen will.

04.06., 20:00–21:00 Tagesprogramm

ausverkauft

Sprache: keine Lautsprache, deutsche und englische Übertitel

4.6. im Anschluss: interaktives Publikumsgespräch in deutscher Sprache

Akustische Verstärkung mittels Induktion für Menschen mit Hörgerät
Informationen unter Barrierefreiheit auf unserer Website

Tickets für alle Impulse-Veranstaltungen sind auch über unseren Ticketshop erhältlich.

Mit Öffnung der Abendkasse – eine Stunde vor Vorstellungsbeginn – wird eine Warteliste für etwaige Restkarten angelegt.

© Paul Max Fischer
© Paul Max Fischer

Manuel Gerst versteht „Die Verwandlung“ als eine Geschichte über Behinderung – über den Umgang mit dem deformierten Anderen. Anfangs hat die Familie Samsa noch Mitleid mit Gregor, der sich eines Morgens in der Gestalt eines riesigen Ungeziefers wiederfindet. Doch bald bestimmen Entfremdung, Gewalt und Gleichgültigkeit das Zusammenleben.

Werktreue ist von dieser Bühnenfassung nicht zu erwarten. Der Käfer steht im Zentrum einer Gruppendynamik, die bei jeder Aufführung eine andere Richtung einschlagen kann. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Apfel.

„Hier ist endlich mal wieder ein Theaterabend zu erleben, über den es sich lange nachzudenken lohnt. Und das darf getrost gefeiert werden.“ Patrick Wildermann, Tagesspiegel

Credits

Konzept, Regie: Manuel Gerst
Dramaturgie: Matthias Meppelink
Künstlerische Mitarbeit, Musik: Mark Schröppel
Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Kontakt für Gastspielanfragen: Manuel Gerst, email hidden; JavaScript is required

Interaktives Publikumsgespräch: RetroImpro ist ein Spielprinzip, das Anne Brammen, Anja Kerschkewicz, Lena Kollender und Alisa Tretau entwickelt haben. Alisa hat es als Publikumsgesprächsformat weiterentwickelt.

Produktion

Eine Produktion von Rahimi+Gerst GbR in Kooperation mit Ballhaus Ost. Gefördert durch Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Biografien

Matthias Meppelink ist der Name, unter dem Adolfina Fuck 1982 im Nordwesten Deutschlands geboren wurde. Von 2003 bis 2005 studierte Adolfina am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Gründungsmitglied des Performancekollektivs Monster Truck. Seit dem Studium arbeitet Adolfina als Dramaturg*in und Musiker*in für freie Theater- und Hörspielproduktionen. Adolfina arbeitet regelmäßig mit Boris Nikitin, Rabea Kiel, Cecilie Ullerup Schmidt, Marcel Schwald, Sebastian Nübling, Begüm Erciyas u. a. Die gemeinsamen Arbeiten touren international. Adolfina spielt außerdem Clubkonzerte, veröffentlicht Techno-Tracks und ist Teil des Berliner Kollektivs Antisemantic, das sich zum Ziel gesetzt hat, durch Solipartys und Konzerte soziale und linkspolitische Projekte zu unterstützen. Adolfina lebt in Berlin.

Manuel Gerst studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen bei Heiner Goebbels und Bühnen- und Kostümbild in München bei Katrin Brack. Er ist Gründungsmitglied der Performancegruppe Monster Truck, die von 2005 bis 2022 an der Schnittstelle von Theater und bildender Kunst Projekte in der Freien Szene und am Stadttheater realisiert hat. Die Stücke von Monster Truck tourten international und wurden mehrfach ausgezeichnet (u. a. mit dem George Tabori Hauptpreis). 2019 bekam Manuel Gerst den Hein-Heckroth-Förderpreis für Bühnenbild verliehen. 2023 absolvierte er den „Lehrgang Leichte Sprache“ bei Capito Zürich. Seit Herbst 2023 arbeitet er im Bereich Inklusion am Theaterhaus Gessnerallee Zürich, ab Sommer 2024 an gleicher Stelle als Agent für Diversität. Daneben ist er weiterhin als Regisseur und Bühnenbildner tätig.

Mark Schröppel ist Regisseur, Performer und Musiker. Nach seinem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen arbeitet(e) er vor allem mit seiner eigenen Gruppe SKART und dem Performancekollektiv Monster Truck. Produktionen von und mit ihm waren u. a. auf Kampnagel, Hamburg, am Mousonturm, Frankfurt am Main, an den Münchner Kammerspielen, am HAU Hebbel am Ufer, Berlin, an den Sophiensælen, Berlin, am NT Gent, am Schauspielhaus Bochum, beim Impulse Theater Festival und beim Donau-Festival zu sehen.

Alisa Tretau studierte Sozial-/Kulturanthropologie an der FU Berlin, Theaterregie an der HfMT Hamburg und Kunst im Kontext an der UdK Berlin. Alisa arbeitet als Kuratorin, Produktionsleitung und Vermittlerin mit Frauen&Fiktion, Peng, She She Pop, HKW Berlin, UdK Berlin, Viadrina, Frankfurt an der Oder, u. v. m. Als Regisseurin/Autorin, z. B. „Wüste Zukunft” (2020), „Beton Wüste Zukunft” (2023), „Der verschwundene See” (2023), verfolgt sie immersive Formate. 2018 veröffentlichte Alisa den Sammelband „Nicht nur Mütter waren schwanger”.