29.5.–9.6.2024 Köln, Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr
DE / EN
Programm-PDF
Newsletter
Kontakt

Die Rabtaldirndln
AHNFRAUEN

„Am Anfang war die Möse“, sagen die Rabtaldirndln und fragen: „Inwiefern entsprechen unsere Mütter dem Urbild der Mutter?“ Für ihre feministische Performance hat die Gruppe aus der Steiermark ihre Mütter interviewt und sich selbst befragt. Ungeschminkt ehrlich und mit viel Selbstironie bringen sie die Antworten auf die Bühne.

05.06., 19:00–20:30 Tagesprogramm

ausverkauft

07.06., 19:00–20:30 Ticket Tagesprogramm

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln

5.6. im Anschluss: Gespräch in deutscher Sprache mit den Künstlerinnen und Lisa Krall (Genderforscherin, Universität zu Köln), Moderation: Stawrula Panagiotaki

7.6., 18:00: Tastführung und Audiodeskription in deutscher Sprache für blinde und sehbehinderte Menschen
Informationen und Anmeldung unter Barrierefreiheit auf unserer Website

Ein Audioflyer zur Produktion findet sich ebenfalls unter Barrierefreiheit (in deutscher Sprache).

Tickets für alle Impulse-Veranstaltungen sind auch über unseren Ticketshop erhältlich.

Mit Öffnung der Abendkasse – eine Stunde vor Vorstellungsbeginn – wird eine Warteliste für etwaige Restkarten angelegt.

© Nikola Milatovic
© Nikola Milatovic
© Nikola Milatovic
© Nikola Milatovic

Über all dem thront eine überlebensgroße Venusfigur, nackt und mit riesigen Brüsten. Sie dient als Projektionsfläche für Videos, so wie auch die Mutter immer schon eine Projektionsfläche war und nach wie vor ist. Fürsorge, Selbstaufgabe, Geborgenheit – unzählige Wünsche und Forderungen prägen und beschweren ihr Dasein. Und so zählt Dirndl Gudrun zusammen: 670 Mal hat ihre Mutter sie zum Ballett gebracht. 95.278 Personen hat sie verköstigt. 131.000 Stunden hat sie ihren Vater, ihre Mutter und ihre Schwiegermutter gepflegt.

Die Rabtaldirndln erzählen aus den Leben ihrer Mütter und von ihren Beziehungen zu ihnen, schlüpfen schließlich in ihre Rollen: Ein wenig befremdet, aber wohlwollend blicken die steirischen Landfrauen auf das, was ihre Töchter auf der Bühne treiben. Doch in einem sind sich Mütter und Töchter einig: Mutterschaft ist für viele Frauen eine „Realitätswatsch’n“ – für die es mehr Anerkennung braucht.

„Die Rabtaldirndln zeigen sich in ihrem Stück ‚Ahnfrauen‘ in absoluter Bestform.“ Michaela Reichart, Kronen Zeitung

Credits

Regie: Nadja Brachvogel
Konzept, Text, Umsetzung: Die Rabtaldirndln und Nadja Brachvogel, Martin Brachvogel
Performance: Barbara Carli, Rosa Degen-Faschinger, Bea Dermond, Gudrun Maier
Dramaturgie: Martin Brachvogel
Produktionsleitung: Die Rabtaldirndln
Regieassistenz: Azlea Wriessnig
Video: Andrea Schabernack, Natalie Pinter
Bühnenbild, Ausstattung, Kostüm: Lisa Horvath
Technik: Tom Bergner
Expertise: Lisa Mittischek
Tastführung: Sylvie Ebelt (HörFormat) für das Impulse Theater Festival / Stella Konstantinou und Evelyn Sallam für das HAU – Hebbel am Ufer, Berlin
Kontakt für Gastspielanfragen: Barbara Carli, email hidden; JavaScript is required

Produktion

Eine Koproduktion von Kosmos Theater, Wien, und THEATERland STEIERmark 2.23. Gefördert durch Land Steiermark, Stadt Graz, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Das andere Theater, Graz.

Biographie

Die Rabtaldirndln sind ein vierköpfiges Theaterkollektiv aus Graz, das seit 20 Jahren kontinuierlich in der Besetzung Barbara Carli, Rosa Degen-Faschinger, Bea Dermond und Gudrun Maier an seiner eigenen Formensprache arbeitet. Das Kollektiv macht sich Performance- und Theaterelemente zu eigen, um daraus zeitgenössische Theaterabende zu entwickeln. Die Inszenierungen sind von universeller Gültigkeit, versehen mit popkulturellen Elementen und zielen häufig mit großer Sensibilität auf relevante Themen. In den Arbeiten der Rabtaldirndln spiegeln sich die Widersprüchlichkeiten des ländlichen Lebens: der bürgerlich-patriarchale Druck, den eine Dorfgemeinschaft ausübt, einerseits, Gemeinschaft, Wärme und Identifikation andererseits. Dieses Spannungsfeld wird in unterschiedlichen Themenfeldern immer wieder neu reflektiert. Es geht um Lebensrealitäten, Lebenswelten und Lebensunwirtlichkeiten. Diese Arbeit im Spannungsfeld zwischen Stadt- und Landkultur ist ein wichtiges Merkmal der Rabtaldirndln. Auf der Bühne als rein weibliches Kollektiv sichtbar, klopfen sie ihre Themen verlässlich auf weibliche Perspektiven hin ab. Sie wollen ihrem Publikum nichts vorsetzen, sie wollen sich aussetzen. Sie wollen Horizonte erweitern, den eigenen und jenen des Publikums; die großen und kleinen Fragen des Lebens verhandeln und dabei den Humor nicht verlieren. 2023 wurden die Rabtaldirndln mit der Produktion AHNFRAUEN unter der Regie von Nadja Brachvogel mit dem Wiener Theaterpreis Nestroy ausgezeichnet.