29.5.–9.6.2024 Köln, Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr
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Pressestimmen

„Die Arbeit „Figuring Age“ ist so klein und doch so gewaltig, dass sie tief in die Eingeweide fährt: eine ungewöhnliche Überschreitung von Theatergrenzen, irgendwo zwischen Geister-Séance und organischem Archiv. Und sie markiert klar, dass es beim Impulse-Theaterfestival, dem Bestentreffen der Freien Szene in NRW unter dem Leiter Haiko Pfost, wieder mal um letzte, allergrößte Fragen geht."
Theater heute, 01.08.2023

„Das Impulse Theater Festival 2023 ist sowohl ästhetisch als auch thematisch am Puls der Zeit. Es geht um aktuelle politische Krisen, Umbrüche und den Wunsch, etwas zu verändern. Vielfältig ist die Auswahl der Produktionen. Die Themen Tod und Abwesenheit tauchen immer wieder auf und werden oft mithilfe digitaler Mittel verarbeitet. Als Besucherin spüre ich eine Traurigkeit, die ich weniger als Resignation angesichts multipler Krisen, sondern irgendwie als verbindend wahrnehme: Irgendwas zwischen Melancholie und Aufbruch."
Theater der Zeit, 29.06.2023

„Diese Inszenierung kommt indes zu keinem Zeitpunkt moralisch oder belehrend daher – und dass trotz der sperrigen Thesen und Theorien, die hier verhandelt werden; „Justitia! Identity Cases“ entpuppt sich als irrwitziger und kluger Genre-Mix aus Theater, Show, Gericht, Musical und Mediensatire.
Trailer Ruhr, 19.06.2023

„Ein liebevoller, berührender und utopischer Dialog zwischen den beiden Performern." (Über MI VIDA EN TRÁNSITO von caruso + avila)

„Jan Philipp Stange & Company bringen ein Problem der Freien Szene auf den Punkt: Ohne absurd bürokratisch ausgefüllten Antrag gibt es kein Geld. Gefragt sind die immer gleichen Ziele und Schlagworte, die berüchtigte Antragslyrik. Dass es um Inhalte vielleicht gar nicht mehr geht, zeigt dieses lustige, selbstreferenzielle Musical." (Über SZENARIO von Jan Philipp Stange & Company)

„Ein ohrenbetäubendes Kopfschmerzkonzert, Akkuschrauber und Stichsäge sind die Instrumente. Die drei Performer halten sie zuweil wie Waffen, während sie wütend auf englisch und rumänisch davon erzählen, wie es ist als Osteuropäer im Westen zu arbeiten, ausgebeutet als Gurkenpflücker oder Reinigungskraft in Sechsbettzimmern zu 7 Euro Stundenlohn. Zweifellos sind das starke politische Botschaften." (Über SINFONIE DES FORTSCHRITTS von Nicoleta Esinencu)
Deutschlandfunk Kultur, 17.06.2023

„Das Impulse Theater Festival hat auch in diesem Jahr den Anspruch, Alltagsroutinen im öffentlichen Raum zu stören und das gelingt auch in diesem Jahr sehr gut. Spielerisch und lässig bringen Turbo Pascal Kinder dazu, mitzudenken und zu entscheiden." (Über VERKEHRTE WELT von Turbo Pascal)

„Mit großer Leichtigkeit werden am Eröffnungsabend schwere Spaltungen verhandelt. Schön, wie das Publikum bei den Impulsen immer wieder mit ins Bühnengeschehen gezogen wird." (Über JUSTITIA! Identity Cases von Müller / Gurrola / Diallo / Selimović)

„Bei feinsten Weinen und Hummushäppchen erfahren wir, wie es hinter den Restaurantkulissen zugeht. Der Abend ist köstlich und sehr vergnüglich." (Über EXPECT A TIGER von Nadja Duesterberg im Rahmen von HAUS/DOMA von subbotnik)
Deutschlandfunk, 14.06.2023

„Figuring Age“ erzählt auch die Geschichte der Unterdrückung des Modern Dance im Ungarn der 1930er Jahre. Als Irén Preisich, Éva E. Kovács und Ágnes Robozt noch am Beginn ihrer Karriere standen und ihre Art des Tanzes verboten war. So ist Boglárka Börcsöks Performance auch ein Spiegel der Kunst des vergangenen Jahrhunderts. Ihre drei ungarischen Kolleginnen sind auf Videoleinwänden präsent. Boglárka zieht ihr Publikum förmlich in die immer kleiner werdende Welt der Drei hinein, deren letzte Bühne ihre kleine Wohnung ist, in der sie Andreas Bolm empfangen haben. Es ist eine ebenso außergewöhnliche wie berührende Begegnung mit dem Alter, mit dem Hadern über eingeschränkte Beweglichkeit, der Ungeduld mit sich und der Umgebung. Aber es ist auch der Moment der Erfüllung, des Glücks, in der Andeutung einer Tanzpose."
Rheinische Post, 14.06.2023

„Dennoch ist etwas anders an diesem Impulse-Jahrgang. Es gibt einen deutlichen Trend hin zu konkreten, oft politischen Erzählungen und weg vom formal-ästhetischen Experiment. Auch harte Provokationen und Inszenierungen, die bewusst die Schmerzgrenze des Publikums überschreiten, sucht man diesmal vergebens. Stattdessen fällt eine offen traurige Ernsthaftigkeit auf. Zum Beispiel in "Mi vida en transito" des Duos caruso & avila. Beide Akteure, der argentinische Tänzer Elvio Avila und der Performer Savino Caruso aus der Schweiz, haben depressive Episoden erlebt. Avila brachte die Corona-Pandemie an den Rand des Suizids: erst das Arbeitsverbot, infolgedessen das Ende der Aufenthaltserlaubnis für die Schweiz, dann die erzwungene Rückkehr nach Argentinien ohne Perspektive. Per Videokonferenz entwickelten die beiden Freunde ein digital-analoges Stück über pathologische Männerbilder, über Stillstand und Verzweiflung, vor allem aber einen kitschfreien Versuch, mithilfe der Kunst am Leben zu bleiben. Dass dies bei Depressionen immer nur eine vorläufige Rettung sein kann, macht das fragile Live-Erlebnis in seltener Intensität deutlich."
Süddeutsche Zeitung, 12.06.2023

„Spannend, wie Turbo Pascal die Kinder spielerisch zur Reflexion bewegen. Ehe sie sich‘s versehen, sitzen sie in kleinen Grüppchen zusammen und diskutieren Visionen für die Zukunft. Am Ende rasen, springen, tanzen die Kinder zu der coolen, aufpeitschenden Musik über die Autoscooter-Fläche, auf imaginierten Trampolin-Kinderspuren, fahren Flugautos oder echte, haben sichtlich Spaß gehabt."
nachtkritik, 10.06.2023

„Ausverkauftes Haus zur Eröffnung des Impulse Theater Festivals am Donnerstagabend im FFT. Auf dem Programm stand „Justitia! Identity Cases. Ein starkes Eröffnungsstück für das diesjährige Impulse Theater Festival, das bei den Zuschauern noch lange nachhallte und reichlich Diskussionsstoff darüber bot, wer man ist, wie sich das beweisen lässt, und wer überhaupt festlegt, wie sich Identität definiert.”
Rheinische Post, 09.06.2023

„Das Festival versucht sehr stark an den Puls der Zeit zu kommen und das gelingt auch tatsächlich. Es nimmt einen sehr immersiv mit. Es geht um Arbeitsbedingungen, um Exil, um Migration, um Diversität, also um alles, was uns heute bewegt."
WDR 5 Scala, 09.06.2023

„Das Stadtprojekt verknüpft immer gesellschaftliche Fragen mit lokalen Gegebenheiten. Das diesjährige Stadtprojekt zum Thema Verkehr ist vor allem aus der Perspektive von Kindern, eine freie Fläche für Bewegungsspaß und Ideen, wie Verkehr für Kinder angenehmer und sicherer sein kann – ein Übungsplatz für die Stadt von morgen. Die Macher bieten Theater jenseits des klassischen Stadttheaterbetriebs, tauschen sich aus und vernetzen sich. Hier entstehen jedes Jahr viele neue Ideen. Impulse für die Entwicklung neuer Formen und die Möglichkeit einen Zugang zum freien Theater zu finden."
wdr.de, 07.06.2023

„2018 erhielten Turbo Pascal den Förderpreis zum George Tabori Preis für ihre »bemerkenswerte Fähigkeit zum experimentellen Format«. Damit sind sie beim Impulse Festival genau richtig, denn Verunsicherung ist schließlich ein selbsternanntes Ziel. Einen »safe space« könne man beim Programm nicht erwarten, erklärt Pfost. Und das ist ein ästhetisches Versprechen.
kultur.west, 31.05.2023