2. – 13. Juni 2021 in Köln, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr + Online
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Die Grosse Schere

03.–13.06.

Wenn wir in die Mitte schauen, dann ist da: nahezu nichts. Was früher das Zentrum der Gesellschaft war, hat sich zunehmend entleert. Denn die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher. Auch Mülheim an der Ruhr ist eine Stadt mit einer leeren Mitte. Die Reichen wohnen im Wald, die Armen hinterm Bahnhof, dazwischen fließt die Ruhr. Unter den nordrhein-westfälischen Großstädten ist Mülheim jene mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung und zugleich Wohnort von mehreren Multi-Milliardären. Wo ließe sich das Auseinanderdriften der Gesellschaft besser betrachten als hier? Das Projekt der Künstler*innengruppe Club Real zeigt, wie sich die soziale Schere immer weiter öffnet, langsam, aber stetig. Wie lang geht das gut? Was kann die Gesellschaft aushalten? DIE GROSSE SCHERE macht es unmöglich, die zunehmende Ungleichheit zu übersehen. Wie können wir die Schere wieder schließen? Wie die leere Mitte wieder füllen?

© Robin Junicke
© Robin Junicke
© Georg Reinhardt
© Georg Reinhardt

Club Real: Paz Ponce, Mathias Lenz, Marianne Ramsay-Sonneck, Georg Reinhardt

Dramaturgie: Haiko Pfost, Wilma Renfordt
Produktionsleitung: Zsolt Káldy
Produktionsassistenz: Anna Jungfer

Das STADTPROJEKT – DIE GROSSE SCHERE ist eine Koproduktion von Club Real, Ringlokschuppen Ruhr und Impulse Theater Festival in Zusammenarbeit mit Eigentum verpflichtet e.V., gefördert von der Kunststiftung NRW und dem Fonds Darstellende Künste.

Über Club Real

Die Künstler*innengruppe Club Real verwirklicht seit dem Jahr 2000 partizipative, ortsspezifische Projekte: Mit Installationen, Eins-zu-Eins-Begegnungen, politischen Rollenspielen und partizipativen Stadtentwicklungsprojekten lädt Club Real die Besucher*innen ein, alternative Realitätsentwürfe mitzugestalten. Von 2015 bis 2017 verwirklichte die Gruppe in Frankfurt (Oder) und Słubice das Projekt„Folkstheater / Teatr Ludowy“, über das sie 2018 im Verlag Theater der Zeit ein Buch herausbrachte: „Partizipation Stadt Theater“. 2019 war Club Real bei der 13. Havanna-Biennale auf Kuba mit der immersiven Performance-Installation „LASA10CARNAVAL“ vertreten. Zurzeit arbeitet Club Real in Berlin und Freiburg an dem partizipativen Politexperiment „Jenseits der Natur“, einem Modellprojekt, das auch nichtmenschlichen Lebewesen politische Rechte zuspricht. Die Wiener Arbeit dieser Reihe war 2019 zum Impulse-SHOWCASE eingeladen. Für DIE GROSSE SCHERE arbeiten Paz Ponce, Mathias Lenz, Marianne Ramsay-Sonneck und Georg Reinhardt als Club Real zusammen.